Regressionskoeffizienten (t-Test & Konfidenzintervalle)
Prüft die Signifikanz einzelner Regressionskoeffizienten mittels t-Test und bestimmt Konfidenzintervalle.
Beschreibung
Für jeden Regressionskoeffizienten βⱼ wird ein t-Test durchgeführt, der prüft, ob der Koeffizient signifikant von null verschieden ist (H₀: βⱼ = 0). Der Standardfehler SE(βⱼ) ergibt sich aus der Diagonale der Varianz-Kovarianz-Matrix der Schätzer. Die t-Statistik tⱼ = βⱼ / SE(βⱼ) folgt einer t-Verteilung mit n − p Freiheitsgraden. Ein p-Wert < α bedeutet, dass der Prädiktor einen signifikanten Beitrag zum Modell leistet. Die Konfidenzintervalle [βⱼ ± t_{α/2} · SE(βⱼ)] geben den Bereich an, in dem der wahre Koeffizient mit der gewählten Konfidenz liegt.
Formeln
Annahmen
- Residuen sind normalverteilt (für exakte t-Verteilung)
- Homoskedastizität: konstante Residualvarianz über alle Beobachtungen
- Keine perfekte Multikollinearität (X'X muss invertierbar sein)
- Unabhängigkeit der Beobachtungen
Einschränkungen
- Bei starker Multikollinearität (hohe VIF) werden die SE aufgebläht und die t-Tests verlieren an Trennschärfe
- Bei nicht-normalverteilten Residuen sind die p-Werte nur asymptotisch korrekt (große n)
- Einzelne t-Tests berücksichtigen kein multiples Testen — bei vielen Termen steigt die Wahrscheinlichkeit falsch-positiver Ergebnisse
Referenzen
- Montgomery, D.C., Peck, E.A., Vining, G.G., Introduction to Linear Regression Analysis, 6th Ed., Wiley — Chapter 2.4 & 3.3
- Kutner, M.H. et al., Applied Linear Statistical Models, 5th Ed., McGraw-Hill — Chapter 6.5
- NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods, Section 4.3.1