Effekt-Codierung (Sum-to-Zero) für kategoriale Faktoren

Bildet einen kategorialen Faktor mit k Stufen auf k − 1 Indikator-Spalten ab; der Intercept wird zum Gesamt-Mittel.

Statusvalidated
Version1.0.0
Minitab-EntsprechungStat > DOE > Factorial > Analyze (Coded levels with reference contrasts)

Beschreibung

Die Sum-to-zero-Codierung (R: contr.sum) gibt jeder Nicht-Referenzstufe einen Einheitsvektor (+1 in der eigenen Spalte, 0 sonst) und der Referenzstufe einen Vektor aus −1. Der zugehörige Koeffizient liest sich als Abweichung vom Gesamt-Mittel; die Referenz-Abweichung ist die negative Summe der anderen. Vorteil gegenüber der Dummy-Codierung: der Intercept schätzt das Gesamt-Mittel statt nur den Wert der Referenz-Zelle, ANOVA-Hauptwirkungen sind orthogonal zum Intercept, und das hilft beim balancierten Versuchsplan.

Formeln

Reference
Referenz-Stufe wird durch einen Vektor aus −1 dargestellt
Non-reference
Nicht-Referenz-Stufe j bekommt den Einheitsvektor mit +1 an Position j
Sum-to-zero constraint
Die Effekt-Koeffizienten summieren sich zu null; daraus folgt der Referenz-Effekt

Annahmen

  • Mindestens 2 Stufen pro Faktor
  • Referenzstufe ist eine der gegebenen Stufen

Einschränkungen

  • Bei extrem unausgewogenem Design können die Sum-to-zero-Koeffizienten interpretativ schwierig sein — dann Treatment-Coding (Dummy) erwägen

Referenzen

  • R Core Team (2024). contr.sum() in stats::contrasts
  • Montgomery, D.C. (2017). Design and Analysis of Experiments, 9th Ed., Wiley — Chapter 3.5 (Effect Coding)