Grubbs-Test
Identifiziert einen einzelnen Ausreißer in normalverteilten Daten.
Beschreibung
Der Grubbs-Test (auch Maximum-Normed-Residual-Test) prüft, ob der vom Mittelwert am weitesten entfernte Wert mit einer Normalverteilung verträglich ist. Die Teststatistik G ist die maximale standardisierte Abweichung; der kritische Wert ergibt sich aus der t-Verteilung mit n-2 Freiheitsgraden und einer Bonferroni-Korrektur. Der Test eignet sich für n ≥ 3 und sollte iterativ nur mit Vorsicht angewandt werden — bei mehreren vermuteten Ausreißern ist Generalized ESD vorzuziehen.
Formeln
Annahmen
- Daten sind unabhängig und (bis auf den möglichen Ausreißer) normalverteilt
- Stichprobengröße: n ≥ 3
- Stetige Daten
Einschränkungen
- Pro Aufruf wird höchstens ein Ausreißer identifiziert
- Empfindlich gegen Abweichungen von der Normalverteilung — vorher z. B. Shapiro-Wilk durchführen
- Bei mehreren echten Ausreißern Maskierung möglich → Generalized ESD verwenden
Referenzen
- Grubbs, F. E. (1969), Procedures for detecting outlying observations in samples, Technometrics 11(1), 1–21
- Stefansky, W. (1972), Rejecting outliers in factorial designs, Technometrics 14(2), 469–479
- NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods, Section 1.3.5.17