Shapiro-Wilk-Test

Prüft, ob eine Stichprobe aus einer Normalverteilung stammt.

Statusvalidated
Version1.0.0
Minitab-EntsprechungStat > Basic Statistics > Normality Test (Shapiro-Wilk)

Beschreibung

Der Shapiro-Wilk-Test ist einer der leistungsfähigsten Tests auf Normalverteilung, besonders für kleine Stichproben (n = 3–50). Er vergleicht die geordneten Stichprobenwerte mit den erwarteten Werten einer Normalverteilung. Die Teststatistik W liegt zwischen 0 und 1 — Werte nahe 1 sprechen für Normalverteilung. Bei p < α (z.B. 0,05) wird die Nullhypothese der Normalverteilung abgelehnt.

Formeln

W
Teststatistik W: Verhältnis der gewichteten Summe der geordneten Werte zum Gesamtstreuungsmaß
a
Gewichtungsvektor a, berechnet aus den erwarteten Normalverteilungs-Order-Statistiken m und der Kovarianzmatrix V
H₀
Nullhypothese: Die Stichprobe stammt aus einer Normalverteilung

Annahmen

  • Daten sind unabhängig und identisch verteilt (i.i.d.)
  • Stichprobengröße: 3 ≤ n ≤ 5000 (optimal für n ≤ 50)
  • Stetige (kontinuierliche) Daten

Einschränkungen

  • Bei großen Stichproben (n > 5000) können auch kleine Abweichungen von der Normalverteilung signifikant werden
  • Nicht geeignet für diskrete Daten oder Daten mit vielen Bindungen (ties)
  • Die p-Wert-Approximation kann bei sehr kleinen n (n < 7) ungenau sein

Referenzen

  • Shapiro, S. S. & Wilk, M. B. (1965), An analysis of variance test for normality (complete samples), Biometrika, 52(3–4), 591–611
  • Royston, P. (1992), Approximating the Shapiro-Wilk W-test for non-normality, Statistics and Computing, 2, 117–119
  • NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods, Section 1.3.5.7