Design-Effizienz (D, A, G)
Bewertet die Güte eines Versuchsplans anhand von drei Kriterien: D-Effizienz (Determinante), A-Effizienz (Spur) und G-Effizienz (Leverage).
Beschreibung
Die Design-Effizienz bewertet, wie gut ein Versuchsplan die Modellparameter schätzt, relativ zu einem theoretisch optimalen orthogonalen Plan. Ein Wert von 100 % bedeutet perfekte Orthogonalität. **D-Effizienz** basiert auf der Determinante der Informationsmatrix X'X. Sie minimiert das Volumen des Konfidenzellipsoids der Parameterschätzung — d.h. alle Parameter werden gleichzeitig möglichst präzise geschätzt. **A-Effizienz** basiert auf der Spur der Inversen der Informationsmatrix. Sie minimiert die mittlere Varianz der Parameterschätzungen — d.h. im Durchschnitt werden die Parameter möglichst genau geschätzt. **G-Effizienz** basiert auf dem maximalen Leverage-Wert (Diagonale der Hat-Matrix). Sie minimiert die maximale Vorhersagevarianz — d.h. kein einzelner Versuchspunkt dominiert die Schätzung unverhältnismäßig.
Formeln
Annahmen
- Codierte Designmatrix mit Werten in {−1, 0, +1}
- Lineares Modell mit Haupteffekten und 2-Faktor-Wechselwirkungen
- X'X muss invertierbar sein (kein singulärer Plan)
Einschränkungen
- Berücksichtigt nur Haupteffekte und 2-Faktor-WW im Modell, keine höheren Ordnungen
- Konditionszahl ist eine vereinfachte Näherung (Diagonalverhältnis statt Eigenwerte)
Referenzen
- Atkinson, A.C. & Donev, A.N., Optimum Experimental Designs, Oxford, 1992 — Chapter 10
- Montgomery, D.C., Design and Analysis of Experiments, 10th Ed., Wiley — Chapter 11
- Myers, R.H. & Montgomery, D.C., Response Surface Methodology, 4th Ed., Wiley — Chapter 7