SPC-Regelkarten (I-MR, X̄-R, X̄-S)
Regelkarten-Kerngrößen (CL, UCL, LCL, σ̂) für I-MR, X̄-R und X̄-S sowie Nelson-Rule-Prüfung und Fähigkeit aus σ̂.
Beschreibung
Die SPC-Engine deckt die drei klassischen Shewhart-Regelkarten ab: I-MR (Einzelwerte + gleitende Spannweite), X̄-R (Untergruppen-Mittelwert + Spannweite, 2 ≤ n ≤ 10) und X̄-S (Untergruppen-Mittelwert + Standardabweichung, 2 ≤ n ≤ 25). Die Kontrollgrenzen werden aus den klassischen AIAG/Montgomery-SPC-Konstanten (d2, A2, A3, D3, D4, B3, B4, c4) berechnet. σ̂ wird aus der Baseline-Subgruppe abgeleitet; über baselineEnd lässt sich eine Phase-1/Phase-2-Analyse realisieren. Der Dispatcher analyze(inputs) akzeptiert zusätzlich den Modus 'nelson' zum Prüfen der acht Nelson-Regeln (Standardmäßig 1–6 aktiv) und 'capability' zur Berechnung von Cp/Cpk aus einem vorgegebenen CL und σ̂. Das flache Ausgabeformat (z.B. i.cl, xbar.ucl) matched 1:1 die Fixture-Referenzwerte.
Formeln
Annahmen
- Daten sind annähernd normalverteilt (besonders relevant für I-MR)
- Messwerte innerhalb der Baseline sind unabhängig und aus einem stabilen Prozess
- Untergruppen sind rational gebildet: Variation innerhalb < zwischen Untergruppen
Einschränkungen
- Subgruppengröße n muss zum Chart-Typ passen: I-MR n=1, X̄-R 2 ≤ n ≤ 10, X̄-S 2 ≤ n ≤ 25
- Autokorrelation oder Nicht-Normalität verfälscht die Kontrollgrenzen; I-MR ist besonders empfindlich
- Nelson-Regeln 7 & 8 sind standardmäßig deaktiviert — Aktivierung erhöht die False-Alarm-Rate
Referenzen
- Montgomery, Introduction to Statistical Quality Control, 8th Ed. — Chapters 6-7
- AIAG — Statistical Process Control (SPC) Reference Manual, 2nd Edition
- Nelson, L. S. (1984), The Shewhart Control Chart — Tests for Special Causes, Journal of Quality Technology, 16(4), 237–239