Taschenrechner
Wissenschaftlicher Taschenrechner mit Statistik- und 6σ-Modus
Überblick
Der wissenschaftliche Taschenrechner ist ein integrierter Helfer für schnelle Berechnungen ohne externes Tool. Er bietet drei Modi, die jeweils auf einen typischen Six-Sigma-Anwendungsfall zugeschnitten sind.
Modus „Wissenschaftlich": Klassischer Taschenrechner mit Grundrechenarten, Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, trigonometrischen Funktionen, Konstanten (π, e) und Klammern. Geeignet für allgemeine numerische Berechnungen.
Modus „Statistik": Eingabe einer Werteliste; ausgegeben werden Mittelwert, Median, Standardabweichung, Varianz, Minimum, Maximum, Schiefe und Stichprobenumfang. Praktisch für eine schnelle Beschreibung kleiner Datensätze.
Modus „Six Sigma": Berechnet Cp und Cpk aus Mittelwert, Standardabweichung sowie unterer und oberer Spezifikationsgrenze. Wandelt zudem zwischen DPMO, Sigma-Niveau und Yield um.
Der Rechner ersetzt keine vollständigen Analyse-Module — für Cpk-Studien mit Verteilungsanpassung, Kontrollkarten oder größere Datensätze sollte das jeweilige Fachmodul verwendet werden.
Bedienung
- Modus oben über die Tabs auswählen (Wissenschaftlich / Statistik / Six Sigma).
- Zahlen und Operatoren über die Tasten oder die Tastatur eingeben.
- Im Statistik-Modus die Werte komma- oder zeilengetrennt einfügen — auch Copy & Paste aus dem Worksheet funktioniert.
- Im Six-Sigma-Modus die Spezifikationsgrenzen, Mittelwert und Standardabweichung eintragen — Cp/Cpk werden sofort angezeigt.
- DPMO ↔ Sigma-Niveau ↔ Yield: einen der drei Werte eintragen, die anderen werden automatisch berechnet.
Stolperfallen
Stichproben- vs. Populations-Standardabweichung: Der Statistik-Modus verwendet die Stichproben-Standardabweichung (Teiler n−1). Das ist der Standard für reale Messdaten — bei Vergleichen mit anderer Software prüfen, welche Variante dort eingestellt ist.
Cp/Cpk ohne Normalverteilungsprüfung: Der Six-Sigma-Modus rechnet ohne Verteilungsannahme zu prüfen. Bei nicht-normalen Daten ist das Ergebnis irreführend — vorher mit Wahrscheinlichkeitsnetz oder Verteilungsanpassung absichern.
DPMO ist nicht ppm: DPMO bezieht sich auf Defektmöglichkeiten pro Einheit, ppm auf Defekte pro Million. Bei mehreren Defektmöglichkeiten je Bauteil unterscheiden sich die beiden Werte deutlich.
Trigonometrische Eingabe: Der Modus „Wissenschaftlich" erwartet Argumente in Radiant, sofern nicht explizit auf Grad umgeschaltet. Bei unerwarteten Ergebnissen den Winkelmodus prüfen.
Kein Audit-Trail: Berechnungen werden nicht ins Projekt gespeichert. Wichtige Zwischenergebnisse direkt ins Worksheet oder den Project Charter übertragen, sonst gehen sie beim Schließen verloren.